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Allergen-Symbolik

Gibt es eine gesetzliche Verpflichtung zur Allergen-Kennzeichnung?

Mit der Lebensmittel-Informationsverordnung, einem EU-Gesetz mit dem Namen VO (EU) 1169/2011, wurde die seit 2005 für verpackte Ware verbindliche Kennzeichnung von Allergenen zum 13.12.2014 auch für lose abgegebene Ware verpflichtend gemacht. Somit müssen auch Bäcker, Fleischer, Gastronomen, etc. diese Informationen für den Kunden bereithalten.

Darf man seine Produkte mit Allergen-Symbolen kennzeichnen?

Wie die offizielle Kennzeichnung aussehen wird, ist in den Durchführungsverordnungen erläutert, diese sind je nach Nation und in Deutschland ggf. auch je nach Bundesland unterschiedlich. Die alleinige Kennzeichnung mit Symbolen wird danach nicht erlaubt sein, zusätzlich muss eine fundierte Auskunft gegeben werden können. Fakt ist jedoch, dass die zusätzliche Kennzeichnung mit Symbolen auch nicht verboten sein wird, so dass man die Allergen-Symbolik als Instrument der einfachen Kundeninformation auf Preisschildern oder Karten verwenden darf.

Was kostet die Nutzung der Allergensymbole?

Für die Verwendung fallen keinerlei Kosten an und die Symbole dürfen auch kommerziell genutzt werden.

Wie stelle ich sicher, dass ich wirklich alle Allergene – die zum Teil ja sogar lebensbedrohliche Symptome auslösen können – richtig kennzeichne?

Hier empfiehlt sich der Einsatz einer passenden Software oder zumindest einer Excel-Tabelle, welche die Berechnung automatisiert vornimmt. Wichtig ist hierbei jedoch die korrekte Erfassung aller verwendeten Rohstoffe, auch wenn ggf. Rohstoffe flexibel ausgetauscht werden (Backmittel A zu Backmittel B). Ferner sollte das Produktionspersonal zu der Thematik “Allergenbewusstes Arbeiten” unterwiesen worden sein, um die größtmögliche Sicherheit zu haben. Solche Schulungen können über das Kontaktformular angefragt werden.

Erfordert die Einführung der Allergen-Symbolik auch eine besondere Beratungskompetenz im Verkauf, beispielsweise durch eine Weiterbildung zur Ernährungsberaterin?

Nein. Durch die Symbolkennzeichnung muss eine Verkäuferin ausschließlich wissen, dass es die Allergene gibt. Dennoch wäre es wünschenswert und für den Kunden ein Ansatz des Vertrauens, wenn das Verkaufspersonal zumindest über die Grundsätze der Allergenproblematik Bescheid weiß.